11. Juni 2026: Kultureller Tagesausflug nach Rosenheim

Eine Gruppe vor dem Rathaus
Vor dem Lokschuppen zur „Römer“-Ausstellung“

Sonne, Wolken, Platzregen: Alles war vorhanden beim Tagesausflug des Kreisverbandes der SEN. Es war ein ereignisreicher und interessanter Tag, den die Ausflügler erleben durften. Ausgestattet mit ausführlichen Reiseunterlagen der Organisatorin und Reiseleiterin Carmen Böhm erreichte die Busgesellschaft die kreisfreie Stadt im Regierungsberzirk Oberbayern im Alpenvorland am Zuammenfluss von Mangfall und Inn. Mit über 65.000 Einwohnern ist Rosenheim nach München und Ingolstadt die drittgrößte Stadt Oberbayerns. Am Vormittag war eine Themenführung angesagt. Mit zwei Stadtführerinnen machten sich die Gäste auf die Spuren der Rosenheim-Cops.´S gabat a Leich“ – dieser Ausspruch von Frau Stockl aus der TV-Serie „Die Rosenheim-Cops“ ist fast allen bekannt. Die erfolgreiche Fernsehserie mit bisher rund 600 Folgen läuft seit über 20 Jahren. Auf der Führung konnten die Schauplätze und Drehorte in der Rosenheimer Altstadt betrachtet werden. Originelles und Amüsantes über Schauspieler und Aktionen erregten Aufmerksamkeit. Die meisten wussten, dass das in der Serie als Rosenheimer Polizeirevier bekannte Gebäude im richtigen Leben das Rathaus ist. Alles wird bis zur Eingangstüre gedreht. Danach werde die weiteren Dreharbeiten im Studio in München fortgesetzt. Auch Jo´s Timesquare befindet sich am Ammersee. Welch enormer Aufwand für Zeit, Kleidung, Ausstattung usw. dafür vonnöten ist, erstaunte alle. Nach diesen umfangreichen Informationen kehrten die Ausflügler in das im Lokschuppen befindliche Restaurant mit pikanter italienischer Küche ein. Der Nachmittag war der diesjährigen Ausstellung im Lokschuppen vorbehalten. Der Lokschuppen Rosenheim ist ein Ausstellungszentrum, das 1988 durch Umbau des Maschinenhauses der ersten Eisenbahn-Betriebswerkstätte in Rosenheim entstand. Mit Eröffnung der Maximiliansbahn von München nach Kufstein im Jahr 1858 entstand diese Betriebswerkstätte der Bayerischen Eisenbahn. Schon bald war es nicht mehr möglich, die bestehende Bahnhofsanlage an das wachsende Verkehrsaufkommen anzupassen, so dass 1872  die Verlegung des Bahnhofs an den heutigen Standort beantragt wurde, was 1876 erfolgte. Grundstücke und Gebäude wurden an die Stadt verkauft.  Das Ausstellungszentrum wurde 1988 mit der Landesaustellung „Die Bajuwaren“ eröffnet. 

Die derzeitige Ausstellung trägt den Titel „Römer, Gesichter eines Weltreiches“. 1.228 faszinierende Objekte, von spektakulären Schatzfunden bis hin zu Dingen des täglichen Lebens konnten die Besucher auf einem Rundgang bestaunen. Aus ungewohnter Perspektive erzählt die Ausstellung über das Leben der Menschen in einem der größten Imperien der Weltgeschichte. Dabei konnte erkannt werden, dass die Spuren der Vergangenheit direkt ins Heute führen.  

Am späten Nachmittag wurde die Heimreise angetreten. Am Kellerberg in Wasserburg wurde Station zum Abendessen eingelegt. Mit vorbestellter Bayerischer, schmackhafter Küche ging alles sehr schnell und die Ausflügler konnten gestärkt den restlichen Heimweg antreten. „Schee war´s“ war das Fazit der Reise.“