28. November 2025: Adventausflug zur Fraueninsel, Chiemsee

Bei strahlendem Winterwetter starteten die Ausflügler mit dem Bus in Richtung Chiemsee, versorgt mit ausführlichen Reiseunterlagen durch die Organisatorin Carmen Böhm. In Prien wurde das Schiff zur Fraueninsel bestiegen. Hier erwartete die Besucher der liebevoll gestaltete Christkindlmarkt. Viele Stände mit feinstem Kunsthandwerk, Waren aus Glas, Keramik, Stoff, Holz und Kristall, weihnachtlichen Geschenkideen sowie kulinarischen Schmankerln boten sich zum Verweilen und zum Kauf an. Bei einem Rundgang konnten auch die Sehenswürdigkeiten der zweitgrößten Insel des Chiemsees betrachtet werden, wie das Kloster Frauenwörth, in dem die Gebeine der seligen Irmengard (gestorben 866), der ersten namentlich erwähnten Äbtissin verehrt werden. Außerdem konnte die sogenannte karolingische Torhalle aus der Frühzeit des Klosters, welche auf das Jahr 850 datiert wird. gesehen werden. Zu den Wahrzeichen des Chiemgaus zählt der nordwestlich der Kirche befindliche Campanile, ein freistehender Glockenturm, der ursprünglich wohl aus dem 12. Jahrhundert stammt. Im Lindenhain in der Inselmitte erbaute man nach dem ersten Weltkrieg eine Kriegergedächtniskapelle. Zentrum des Lindenhains sind allerdings zwei vermutlich mehr als 1000 Jahre alte Bäume, die Tassilolinde und die Marienlinde.

Schnell ging der interessante Nachmittag dem Ende zu. Das Schiff zur Rückfahrt wurde wieder bestiegen. Trotz langer Warteschlange gelangten alle Wartenden auf das Schiff. Die Heimfahrt ab Prien wurde angetreten. In Garching an der Alz wurde Halt zum Abendessen gemacht. Hier erwartete die Ausflügler der Gasthof „Der Wirtssepperl z´Garching“. Seinen Namen hat das Gasthaus vom Wirtssepperl, den es wirklich gegeben hat. Der 1788 geborene und 1857 verstorbene Wirtssepperl zählt zu den wohl populärsten Garchinger Bürgern. Der Wirtssohn und Metzgerknecht Joseph Wasserburger war ein altbayerisches Original, Volkssänger und meisterhafter Zitherspieler. Ab und zu geriet er mit den Gesetzen in Konflikt und entwischte auch geschickt den Diensten in Napoleons Armee. An seiner Geburtsstätte steht heute der Gasthof.