18. Juni 2019: Vortrag „Rund um die Pflege – was man wissen muss“

18. Juni 2019: Vortrag „Rund um die Pflege – was man wissen muss“

Im Gasthaus Apfelbeck in Mamming konnte die Vorsitzende Carmen Böhm die Referentin und Pflegeberaterin Nadine Znidar sowie die interessierten Bürger begrüßen.

„Die Pflegeberatung ist ein Angebot bei Hilfe und Pflegebedürftigkeit. Pflege ist Herzensaufgabe und Herausforderung zugleich“ führte Nadine Znidar von der AOK Gesundheitskasse aus. Dabei betonte sie, dass die Pflegeberatung stets neutral und unabhängig durchgeführt wird. Ein gelebtes Netzwerk ist dabei Grundpfeiler der Beratung, ebenso die ständige Weiterbildung und präventive Arbeit.

Die Referentin stellte zuerst die Leistungen zur sozialen Sicherung der Pfegeperson vor und welche Geldleistungen dabei fließen können. Desgleichen wurde das Begutachtungsvefahren und die Betrachtung einzelner Module vorgestellt. Frau Znidar ging darauf ein, dass mit einer Vorsorgevollmacht medizinische, finanzielle und organisatorische Aufgabengebiete abgedeckt werden können. Hierzu zählen Rechtsgeschäfte, Wohnangelegenheiten, Gesundheitsvorsorge oder auch Behördengänge und ärztliche Behandlungen.

Die Pflegeberatung ermittelt und analysiert den Hilfebedarf und erstellt dabei einen individuellen Versorgungsplan zur Entlastung und Stabilisierung der Pflegesituation. Es werden Leistungs- und Hilfsangebote koordiniert und bei der Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen unterstützt. Ziel der Pflegeberatung ist es zudem, die Entscheidungsfähigkeit zu erhöhen, Wissen zu vermitteln und Vertrauen zu erzeugen.

Des Weiteren erläuterte die Referentin, wer pflegebedrüftig ist. Dies sind Personen, die gesundheitlich bedingte Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten aufweisen und deshalb durch andere Hilfe benötigen; aber auch Personen, die körperliche, kognitive oder psychische Beeinträchtigungen oder gesundheitliche Belastungen nicht selbständig kompensieren oder bewältigen können. Die Pflegebedürftigkeit müsse auf Dauer bestehen, voraussichtlich für mindesten sechs Monate und mit der mindestens festgelegten Schwere der fünf Pflegegrade. Nach der Antragstellung erfolgt die Begutachtung, bei der verschiedenen Aspekte zum Tragen kommen. Weiter stellte die Referentin die Leistungen der Pflegeversicherung näher vor.

Carmen Böhm bedankte sich bei Frau Znidar mit einem kleinen Präsent für diesen informativen Vortrag.